Collusion = Einsatz von Todesschwadronen + staatliche Auftragsmorde
April 2003: Stevens-Untersuchungsbericht bestätigt "institutionalisierte Zusammenarbeit"
der nordirischen Polizei RUC und der britischen Armee
mit loyalistischen Killerkommandos.
Britische Regierung verweigert Veröffentlichung der Berichte von Stevens.
April 2004: Cory Bericht fordert öffentliche Untersuchungen in vier Fällen.
April 2003 - Stevens Bericht - britische Regierung verweigert Veröffentlichung
Der offizielle Polizeibericht des Stevens-Teams zum Mord an Pat Finucane und der
Zusammenarbeit nordirischer Polizei und britischer Armee mit nordirischen loyalistischen
Killerkommandos wurde im April 2003 fertiggestellt, jedoch nur eine kleine Übersicht
veröffentlicht.
Für den der Londoner Metropolian Polizei angehörige Stevens ist dies bereits die dritte
Untersuchung zu dubiosen Polizeiaktionen in Nordirland. Keiner seiner beiden früheren
Berichte wurde veröffentlicht.
Das Stevens-Team bestätigt "institutionalized collusion", also "institutionalisierte
Zusammenarbeit von nordirischer Polizei und britischer Armee mit loyalistischen
Killerkommandos und zwar nicht nur im Fall des Mordes an Pat Finucane, sondern
andauernd bis zum heutigen Tage.
"Die Haltung der RUC (nordirische Polizei, inzwischen umbenannt in PSNI)
ist unglaublich. Sie versuchen nicht einmal, nach Recht und Gesetz zu handeln.
Unser Bericht hat damit zu tun, was im Moment in Nordirland los ist und
nicht mit Ereignissen von vor zehn Jahren."
(ein Mitarbeiter der Stevens Untersuchungskommission)
>>>> 27.02.2003
der Zusammenarbeit mit Todesschwadronen beschuldigter
das britische Fernsehen strahlte in der Sendereihe "BBC Panorama" einen
zweiteiligen Dokumentarfilm mit Fakten zur Zusammenarbeit zwischen britischem Militär,
nordirischer Polizei und loyalistischen Toddesschwadronen aus.